Abgasuntersuchung bei Oldtimern

Abgasuntersuchung für unsere Young- und Oldtimer

Die Abgasuntersuchung für unsere Young- und Oldtimer basiert hauptsächlich auf der Messung des Kohlenmonoxid-Gehalt, oder

auch CO Wert genannt. Anhand des CO Wertes kann die Kraftstoffsättigung ermittelt werden. Eine Übersättigung führt zu erhöhten CO Werten. Die technische Überprüfung ermittelt ebenfalls den NOX Wert, also den Anteil der ausgestoßenen Stickstoff – und den Kohlendioxidwert (CO2). Diese beiden Werte sind jedoch für die korrekte Einstellung eines Vergasers irrelevant.

Keinesfalls darf hier der Hinweis fehlen, dass Kohlendioxid geruchs- und farblos ist und in ausreichender Dosis tödlich ist ! Selbstverständlich müssen Abgasuntersuchen in entsprechend durchlüfteten Räumen bzw. unter Absaugung der Gase durchgeführt werden.

Die Messung des Co Gehaltes gibt den aussagekräftigsten Wert über das Kraftstoff-Luft-Gemisch eines Ottomotors, dessen Gemisch von einem Vergaser bereitgestellt wird. Jedes Fahrzeug hat einen spezifischen CO Wert, der in der Regel zwischen 0,5% und 3,5% des Abgasvolumen beträgt. Der Gesetzgeber hat den oberen Grenzwert bei 3,5% festgelegt. Eine Überschreitung dieses Wertes ist gleichzeitig das Nichtbestehen der ASU. Der CO Anteil im Abgas ist ein sehr geringer Teil der verbrannten Gase. Ein großer Teil ist Wasserstoff (H2),Wasser(H2O), Stickstoff (N2), Kohlendioxid (CO2) und Sauerstoff (O2). Enthält das Abgas einen zu hohen Sauerstoff-Anteil, ist das ein deutliches Zeichen für ein zu mageres Gemisch. Wenig Kraftstoff vermag nicht den kompletten Sauerstoffanteil zu verbrennen. Zuviel des teuren Stoffs führt zu einer unvollständigen Verbrennung der Kraftstoffbestandteile. Hoher Verbrauch, auf Dauer eine Vermischung von unverbrannten Kohlenwasserstoffen mit dem Motoroel, all das sind die Begleiterscheinungen einer zu fetten Gemischabstimmung. Folglich muss das dem Motor zugeführte Gemisch nach Möglichkeit dem idealen Verhältnis von 14,7 KG Luft für die Masse von einem Kilogramm Kraftstoff entsprechen. Ist dieser Wert annähernd eingestellt, kann der gesamte Kraftstoff-Anteil einer Zylinderfüllung, innerhalb eines Arbeitstaktes, verbrannt werden. Diese chemisch konstante Proportion wird als das stöchiometrisches Verhältnis bezeichnet. Angestrebt wird ein geringer Kohlenmonoxid Anteil (CO) und am Besten kein Restsauerstoff in den Verbrennungsrückständen. Betrachten wir den Fall eines zu fetten Gemisches, dann wird uns jetzt klar, das zu viel Kraftstoff mit zu wenig Sauerstoff verbrannt wurde und der Kohlenstoff Anteil ist sehr hoch.

Doch nicht jeder Betriebszustand kann dieses Ideal erfüllen. Der Kaltstart benötigt eine Anreicherung, gleichbedeutend mit einem größeren Kraftstoffanteil. Das gilt auch für starke Beschleunigungswünsche des Fahrers.

Erst mit der Einführung der Lambdasonde, die im laufenden Betrieb des Ottomotors, seinen Schadstoffausstoß ermittelt, war es möglich zu allen Fahrzuständen eine Anpassung vorzunehmen, die nicht von einer Grundeinstellung wie bei den Vergasern vorgegeben waren. Erfahren Sie zu diesem Thema mehr in unserem Artikel über die Katalysatoren.